Zum Start unserer Reihe haben wir uns einem Thema gewidmet, das spätestens jetzt in jedem IT-Team angekommen ist: Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis.
Gemeinsam mit drei Professoren der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) haben wir einen praxisnahen Blick darauf geworfen, wie KI bereits heute genutzt wird – und worauf sich Unternehmen in den nächsten Jahren einstellen sollten.
Die Agenda bestand aus drei Vorträgen der Professoren aus unterschiedlichen Perspektiven: ERP-Systeme, Nachhaltigkeit und industrielle Qualitätssicherung.
Prof. Dr. Alexander Dobhan zeigte, wie KI-Funktionen in ERP-Systemen zunehmend zum Standard werden und welche Veränderungen sich dadurch ergeben.
Er demonstrierte konkrete Beispiele, darunter:
Sein Fazit:
KI ist kein abstraktes Zukunftsthema mehr – sie verändert Kernprozesse, Automatisierungspotenziale und Anforderungen an Datenqualität bereits heute. Gleichzeitig müssen Unternehmen Themen wie Datenschutz, Trainingsaufwände und Governance von Anfang an berücksichtigen.
Im zweiten Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Frank-Michael Schleif, wie KI helfen kann, ökologischer und ressourceneffizienter zu wirtschaften. Er stellte zwei Dimensionen nachhaltiger KI vor:
Anhand konkreter Projekte wurden die Potenziale sichtbar:
Der zentrale Impuls: Unternehmen sollten Nachhaltigkeit von Anfang an in ihre KI-Strategie einplanen – nicht erst im Nachhinein.
Wie KI hochkomplexe Sichtprüfungen in der Industrie unterstützen kann, zeigte Prof. Dr. Storath anhand eines beeindruckenden Praxis-Use-Cases: der automatisierten Qualitätskontrolle von Mehrwegbehältern.
Seine Forschung beschäftigt sich mit Verfahren, die lernen, wie eine „gute“ Kiste aussieht, und anschließend Abweichungen erkennen – ohne tausende Fehlerbilder zu benötigen.
Das Prinzip: Anomaly Detection.
Besonders anschaulich war der Blick in die „Heatmaps“ des Systems, die zeigen, wo die KI potenzielle Defekte erkennt.
Die Herausforderung laut Prof. Storath:
Während Benchmark-Daten nahezu perfekte Ergebnisse liefern, liegen reale Produktionsbedingungen deutlich darunter – etwa wegen Restnässe, Verschleiß oder Positionierungsvarianten. Trotzdem sind die Ergebnisse bereits heute vielversprechend und praxistauglich.
Die drei Vorträge machten deutlich:
KI ist längst in der Praxis angekommen – aber sie stellt Unternehmen vor strategische, technologische und organisatorische Entscheidungen.
Wesentliche Takeaways aus allen Beiträgen:
Der nächste nubibase Innovation Talk findet am 03. Februar 2026 statt – diesmal mit Fokus auf Risk Management, IT-Security & Business Continuity. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch, spannende Diskussionen und eine wachsende Community von IT-Professionals, die gemeinsam Zukunftsthemen gestalten.
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