Begriff erklärt
Eine ERP-Migration ist der Wechsel oder die große Modernisierung des führenden ERP-Systems (z. B. On-Prem → Cloud, Versionen, Plattformwechsel). Dabei müssen bestehende Integrationen angepasst, neu gebaut oder schrittweise umgestellt werden.
Relevanz für Datenintegration
Im ERP hängen viele Systeme: WMS, CRM, Finance, Drittsysteme und Partner-EDI. Während der Migration laufen häufig Alt- und Neusystem parallel. Ohne saubere Integrationsstrategie entstehen Dateninkonsistenzen, Prozessabbrüche und hoher manueller Aufwand. Eine stabile Integrationsschicht reduziert Risiko und beschleunigt Stabilisierung nach Go-live.
Typische Use Cases
- Microsoft Navision On-Prem → Dynamics 365: APIs + lokale Legacy-Komponenten verbinden.
- SAP ECC/R3 → S/4HANA: Anpassung von IDoc-/RFC-nahen Flows.
- Cloud-ERP: lokale Etikettendruck-/Excel-Prozesse über Webservices triggern.
- Datenübernahme aus Altsystemen und Synchronisation in der Übergangsphase.
Wie nubibase unterstützen kann
- Schnittstelleninventar & Fit-Gap: Was muss wie migriert/angepasst werden?
- Architektur für Parallelbetrieb (Alt/Neu) und schrittweisen Cutover.
- Umsetzung/Refactoring der Integrationen in Lobster (API, Files, DB, Events).
- Teststrategie und Go-live Begleitung (inkl. Wiederanlauf, Nachlieferung).
- Stabilisierung und Übergabe/Training oder Betriebsübernahme.
Häufige Fragen
Muss man alle Schnittstellen am Cutover-Tag umstellen?
Nicht zwingend. Häufig ist ein Parallelbetrieb sinnvoll, um Risiken zu reduzieren und Umstellungen schrittweise vorzunehmen.
Wie geht ihr mit Legacy-Systemen ohne APIs um?
Über Files, Datenbankanbindungen oder indem die Integrationsplattform selbst Webservices bereitstellt.
Welche Rolle spielt EDI in ERP-Migrationen?
Eine große: Partnerprozesse müssen weiterlaufen. Silent Migrations-Ansätze und Massendatenvergleiche reduzieren Partner-Rollouts.