Scotland Yard im echten Leben? Das nubibase Sommerfest 2026 in Würzburg

Samstagnachmittag, über 30 Grad, und wir stehen in einer Würzburger Gasse und starren auf einen Zettel. Irgendwo in dieser Stadt läuft Mr. X herum. Wir haben einen Hinweis, wo er zuletzt gesehen wurde, ein paar schwitzende Kollegen und keine Ahnung, in welche Richtung wir gleich rennen. Der Rest ist kombinieren, laufen, hoffen.

Genau genommen machen wir bei nubibase im Job nichts völlig anderes. Auch da verfolgen wir den ganzen Tag Spuren: Wo ist die Bestellung zwischen Shop und ERP hängengeblieben, warum kommt die Datei nicht im Portal des Kunden an, an welcher Station hat sich der Datensatz verabschiedet. An diesem Samstag war die Spur zur Abwechslung keine kaputte Schnittstelle, sondern ein Mensch, der sich absichtlich nicht finden lassen wollte. Die angenehmere Fehlersuche.

Aber der Reihe nach.

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Erst mal raus aus Schweinfurt

Los ging es um 13 Uhr am Schweinfurter Hauptbahnhof. Gut gelaunt, sommerlich gekleidet, ab in den Zug nach Würzburg. Angekommen ging es entspannt runter ans Mainufer. Dort wartete das eigentliche Programm: „Die Jagd nach Mr. X“, eine Real-Life-Version von Scotland Yard. Also das Brettspiel, das viele noch aus Kindertagen kennen, nur dass das Spielbrett diesmal eine komplette Innenstadt war und die Spielfiguren wir.

Vor Ort wurden wir in zwei Teams geteilt. Gegeneinander. Und damit war die Grundstimmung des Tages gesetzt: freundschaftlich, aber jeder wollte gewinnen.

Bevor man jagen darf, muss man’s lernen

Einfach loslaufen war nicht. Zuerst kam der „Vorbereitungskurs zum Detektiv“ – vier kleine Aufgaben, bei denen es ausschließlich um Teamwork und Zusammenspiel ging. Zuhören. Sich aufeinander verlassen. Der eine dirigiert, der andere macht, und zwischendrin merkt man, wie schnell so eine Gruppe durcheinandergerät, wenn drei Leute gleichzeitig reden.

Das liest sich jetzt wie der Klappentext einer Teambuilding-Agentur, war aber vor allem unterhaltsam – und nebenbei sieht man ziemlich gut, wer im Stress ruhig bleibt und wer lauter wird. Beide Teams kamen gut durch den Kurs.

Dann noch ein paar Black Stories. Für alle, die die nicht kennen: Man bekommt eine mysteriöse Szene beschrieben und muss durch cleveres Nachdenken rausfinden, was passiert ist. Ein paar davon geknackt, ein paar Punkte fürs Konto, und dann durften wir endlich los auf die Jagd.

Zwei Stunden durch Würzburg im Zickzack

Jetzt wurde es ernst. Zwei Stunden lang zogen beide Teams kreuz und quer durch die Altstadt, immer hinter Mr. X her, ab und zu mit einem Hinweis gefüttert, wo er sich zuletzt herumgetrieben hatte. Von da an hieß es: schnell überlegen, wohin er als Nächstes könnte, und dann hin.

Wer schon mal versucht hat, bei brütender Hitze eine Gruppe geschlossen durch eine volle Touristenstadt zu manövrieren, kennt die eigentliche Herausforderung. Der eine will links, der andere hat den Kollegen mit dem Handy verloren, und vorne biegt schon jemand falsch ab. Das ist eine ehrlichere Kommunikationsübung als drei Stunden Workshop mit Flipchart. Und wesentlich schweißtreibender.

Das Ergebnis: Kopf-an-Kopf. Beide Teams schnappten Mr. X am Ende jeweils zweimal. Gleichstand – die Jagd selbst brachte keine Entscheidung. Am Schluss zählten dann die Punkte aus den Spielen vom Anfang, und darüber, wer nun eigentlich gewonnen hat, wird bei uns vermutlich noch bis zum nächsten Sommerfest diskutiert.

Für die erfolgreiche Jagd gab es für jeden einen Schoppen oder ein kühles Wasser. Fränkischer lässt sich eine Siegerehrung kaum gestalten – und die knapp unterlegene Mannschaft stieß trotzdem mit an.

Der Abend gehörte der Jahnterrasse

Nach dem Schoppen wechselten wir die Mainseite und ließen es auf der Jahnterrasse gemütlich werden – Biergarten, etwas Schatten, genau das richtige nach einem Nachmittag auf den Beinen. Es gab ein gutes Abendessen, kühle Getränke und die Art Gespräche, die zwischen zwei Terminen im Arbeitsalltag sonst untergehen. Mal nicht über Tickets und Deadlines, sondern über alles andere.

Es wurde spät. Irgendwann ging es dann aber doch zurück zum Bahnhof und nach Schweinfurt, wo der Abend für einige noch eine ganze Weile weiterging.

Warum wir uns den Aufwand machen

Man könnte fragen, was es bringt, einen kompletten Samstag lang durch Würzburg zu laufen. Die ehrliche Antwort: Wir sind ein interdisziplinäres Team, und das funktioniert umso besser, wenn man sich gut kennt. Deshalb ist Teamwork und Zusammenhalt für uns essentiell. Und deshalb freuen wir uns auch jedes Jahr wieder auf unser Sommerfest! Besonders auf die schönen Momente, die dabei immer wieder aufs Neue entstehen.

Ein Teil davon kommt am Montag wieder mit an den Schreibtisch. Mal sehen, wen wir nächstes Jahr jagen oder ob wir vielleicht die Gejagten sind. Wir sind auf jeden Fall gespannt!