EDI (Electronic Data Interchange) ist der standardisierte elektronische Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen. Typische Dokumente sind Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Lieferavis und Rechnungen.
EDI ist häufig prozesskritisch: Wenn Belege nicht rechtzeitig oder fehlerhaft übertragen werden, stehen Bestellung, Produktion, Versand oder Faktura. Gleichzeitig sind die Anforderungen heterogen – Partner haben unterschiedliche Guidelines, Versionen und Transportwege (z. B. AS2/AS4, SFTP). Eine robuste EDI-Integration reduziert manuelle Arbeit, senkt Fehlerquoten, erhöht SLA-Erfüllung und schafft Transparenz durch Monitoring und sauberes Fehlerhandling.
Ohne strukturierte Anbindung bleiben Fehlerquellen lange unsichtbar: Branchenzahlen nennen 1–3 % Fehlerquote bei manueller Belegerfassung und laufende Betriebskosten von 300–800 € pro Monat und Partneranbindung – Werte einzelner EDI-Dienstleister, keine belastbare Marktstatistik, aber ein guter Anhaltspunkt für die eigene Kalkulation.
| Dimension | Einfacher Dokumentversand | Prozessfähiges EDI |
|---|---|---|
| Form | PDF, Scan oder E-Mail-Anhang | Strukturierte Nachricht mit definierten Feldern |
| Verarbeitung | Mensch liest und tippt ab | Zielsystem übernimmt automatisch |
| Partnerregel | Keine verbindliche Vereinbarung | Abgestimmtes Format und Profil je Partner |
| Fehlerlogik | Fällt erst bei der Buchung auf | Validierung vor der Weiterverarbeitung |
| Nachvollziehbarkeit | Begrenz, oft im Postfach verstreut | Protokolliert und reproduzierbar |
Häufig sind AS2/AS4, SFTP/FTP(S), OFTP, HTTPS sowie mailboxbasierte Verfahren. Entscheidend sind Partneranforderungen, Security und Betrieb.
Das hängt von Guidelines, Testzyklen und Datenqualität ab. Mit Templates/Best Practices lässt sich die Umsetzungszeit oft deutlich reduzieren.
Ja. EDI kann über APIs, Files, Datenbanken oder hybride Architekturen angebunden werden. Wichtig ist ein sauberes Integrationsdesign und ein belastbares Betriebskonzept.