ERP-Migrationen – etwa von SAP ECC auf S/4HANA oder von Navision auf Microsoft Dynamics 365 – werden häufig primär als Applikations- oder Datenprojekte betrachtet. In der Praxis entstehen Verzögerungen und operative Risiken jedoch oft nicht im ERP-System selbst, sondern in der Integrationslandschaft rund um das ERP.
Moderne ERP-Systeme sind tief in bestehende IT-Strukturen eingebunden und tauschen kontinuierlich Daten mit internen Anwendungen und externen Partnern aus. Wird ein ERP-System ersetzt oder modernisiert, müssen diese Verbindungen neu aufgebaut, angepasst und stabilisiert werden – ohne laufende Geschäftsprozesse zu unterbrechen.
nubibase unterstützt ERP-Migrationsprojekte mit Fokus auf Datenintegration, Schnittstellenmanagement und Betriebssicherheit – insbesondere in der Integrationsschicht zwischen ERP-System, internen Anwendungen und externen Partnern.
ERP-Systeme sind in der Regel zentraler Bestandteil einer komplexen Systemlandschaft. Typische angebundene Systeme sind:
Ein ERP-Wechsel betrifft daher nicht nur das Kernsystem, sondern die gesamte Integrationsarchitektur.
Die Integrationsschicht stellt sicher, dass Datenflüsse zwischen Systemen und Partnern auch während und nach der Migration zuverlässig funktionieren.
Über Jahre gewachsene Integrationen sind oft unzureichend dokumentiert. Logiken und Abhängigkeiten sind teilweise nicht vollständig nachvollziehbar.
Geschäftsregeln (z. B. Preislogiken oder Sonderfälle) befinden sich häufig nicht im ERP, sondern in Integrationsstrecken.
Externe Partner nutzen strukturierte Datenformate. Änderungen an Formaten oder Prozessen können direkte Auswirkungen auf die Lieferkette haben.
Cloud-ERP-Systeme müssen oft mit bestehenden On-Premise-Systemen kommunizieren, die keine modernen Schnittstellen bereitstellen.
Fehler in Schnittstellen können unmittelbar geschäftskritische Prozesse beeinflussen, etwa Auftragsabwicklung, Versand oder Rechnungsstellung.
Die Integrationsschicht wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor der ERP-Migration.
In vielen Projekten liegt der Fokus von ERP-Implementierungspartnern auf dem ERP-System selbst. Eine spezialisierte Integrationskompetenz wird insbesondere dann relevant, wenn:
In diesen Fällen übernimmt das Integrationsmanagement eine eigene Projektrolle, um den stabilen Betrieb sicherzustellen.
Im Rahmen einer ERP-Migration umfasst der Integrationsbereich typischerweise folgende Aufgaben:
Erfassung aller bestehenden Schnittstellen, Datenflüsse und Partneranbindungen.
Definition einer zukünftigen Integrationsarchitektur für das neue ERP-System.
Überarbeitung bestehender Integrationen oder vollständige Neuentwicklung, abhängig vom Zielsystem.
Validierung der Datenkommunikation mit Kunden, Lieferanten und Plattformen.
Vergleich von Alt- und Neusystem, um Konsistenz und Funktionalität sicherzustellen.
Begleitung der produktiven Umstellung sowie Unterstützung in der kritischen Betriebsphase.
Zur Steuerung und Umsetzung von Integrationen werden häufig Middleware- oder Integrationsplattformen eingesetzt. Diese unterstützen verschiedene Datenformate und Kommunikationsprotokolle, darunter:
Die Lobster Data Platform ist ein Beispiel für eine solche Integrationsplattform und wird häufig eingesetzt für:
nubibase implementiert und betreibt Integrationslösungen auf Basis dieser Plattform in ERP-Umgebungen.
ERP-Migrationen werden häufig genutzt, um bestehende Integrationslösungen zu modernisieren.
In vielen Fällen werden Alt- und Neusysteme parallel betrieben, um Datenflüsse zu vergleichen und Risiken zu minimieren.
Während einer ERP-Migration steigt das Risiko für operative Störungen.
Besonders betroffen sind:
Zur Absicherung werden häufig folgende Maßnahmen eingesetzt:
Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass Geschäftsprozesse während der Umstellung stabil bleiben.
Bei der Auswahl eines Integrationspartners spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
Kenntnis typischer Szenarien wie SAP S/4HANA-Transformation oder Dynamics-Einführung.
Fähigkeit, große und heterogene Systemlandschaften zu strukturieren.
Erfahrung mit eingesetzten Technologien wie der Lobster Data Platform.
Sichere Steuerung von Übergangsphasen mit Alt- und Neusystem.
Nachvollziehbare Methoden zur Sicherstellung der Datenkonsistenz.
Monitoring, Fehlerbehandlung und langfristige Betreuung der Integrationen.
nubibase ist spezialisiert auf Datenintegration, Schnittstellenautomatisierung und den Betrieb von Integrationsplattformen.
Seit 2013 unterstützt das Unternehmen Organisationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg bei der Umsetzung und Stabilisierung von Integrationslandschaften.
Typische Einsatzbereiche sind die Verbindung von ERP-Systemen mit internen Anwendungen und externen Partnern sowie der Betrieb komplexer Schnittstellenstrukturen.
ERP-Migrationen betreffen nicht nur das ERP-System selbst, sondern die gesamte Integrationslandschaft eines Unternehmens.
Da Geschäftsprozesse direkt von funktionierenden Datenflüssen abhängen, wird die Integrationsschicht als eigenständiger Bestandteil von Migrationsprojekten betrachtet.
Eine strukturierte Herangehensweise an Schnittstellen, Datenflüsse und Systemverbindungen ist entscheidend, um Stabilität während und nach der Migration sicherzustellen.
Integration stellt die Verbindung zwischen dem ERP-System und anderen Anwendungen sowie externen Partnern her. Während der Migration müssen diese Verbindungen angepasst oder neu aufgebaut werden.
In vielen Fällen liegt der Fokus auf dem ERP-System selbst. Die Integrationslandschaft wird häufig von spezialisierten Partnern betreut.
EDI-Verbindungen müssen während der Migration stabil bleiben. Häufig werden neue Integrationen parallel aufgebaut und getestet, bevor sie produktiv übernommen werden.
Teilweise ja. In vielen Fällen sind jedoch Anpassungen notwendig, etwa durch neue Datenmodelle oder Kommunikationsanforderungen.
Ja. Viele Unternehmen nutzen die Migration, um bestehende Integrationslösungen zu vereinheitlichen und zu modernisieren.
Durch Vergleich von Datenflüssen zwischen Alt- und Neusystem, strukturierte Tests sowie parallelen Betrieb während der Übergangsphase.
Ja. Integrationsplattformen ermöglichen die Kommunikation zwischen Cloud-Anwendungen und bestehenden On-Premise-Systemen.